Prävention statt Reparatur - mein Ansatz als Kardiologin

Nach 17 Jahren in der klinischen Kardiologie weiß ich, was passiert, wenn Prävention zu spät kommt. Ich habe Patienten begleitet, die einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hätten vermeiden können – wenn ihre Risikofaktoren früher erkannt und behandelt worden wären. Das ist der Grund, warum präventive Kardiologie für mich kein Zusatzangebot ist, sondern der Kern guter Herzmedizin.

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Was kardiovaskuläre Prävention bedeutet

Prävention in der Kardiologie bedeutet nicht, Angst zu machen. Es bedeutet, den aktuellen Zustand Ihres Herzens und Ihrer Gefäße zu kennen – und auf dieser Basis gemeinsam zu entscheiden, was sinnvoll ist.

Dabei unterscheide ich drei Ebenen:

  • Primärprävention – für Menschen ohne bekannte Herzerkrankung, die ihr Risiko kennen und aktiv senken wollen
  • Sekundärprävention – für Menschen nach einem kardialen Ereignis (Herzinfarkt, Schlaganfall) oder mit bekannter Herzerkrankung
  • Risikoabschätzung – für Menschen mit Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, familiärer Vorbelastung oder Rauchen

Je nach Ausgangslage ist der sinnvolle nächste Schritt sehr unterschiedlich. Ich helfe Ihnen, ihn zu finden.

Für Führungskräfte und Menschen mit hohem Anspruch an ihre Gesundheit biete ich darüber hinaus einen strukturierten Executive Health Check-up an – eine kardiologische Standortbestimmung die über den klassischen Vorsorge-Check hinausgeht.

Wer besonders von einem Herzcheck-up profitiert

Ein kardiologischer Vorsorge-Check ist nicht für jeden gleich sinnvoll. Besonders empfehle ich ihn für:

  • Menschen ab 40 mit einem oder mehreren Risikofaktoren
  • Frauen in oder nach den Wechseljahren – das kardiovaskuläre Risiko steigt nach der Menopause deutlich
  • Menschen mit familiärer Vorbelastung – wenn Eltern oder Geschwister früh einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten
  • Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhtem Cholesterin – auch wenn sie bisher keine Beschwerden haben
  • Leistungssportler und ambitionierte Freizeitsportler – zur Abklärung der kardialen Belastbarkeit
  • Menschen mit hoher beruflicher oder privater Stressbelastung – chronischer Stress ist ein unterschätzter Risikofaktor
  • Menschen nach COVID-19 mit anhaltenden Beschwerden wie Erschöpfung oder Herzstolpern

Was mein Präventions-Check-up umfasst

Es gibt kein Standardprogramm – der sinnvolle Umfang hängt von Ihrer Ausgangssituation ab. Typischerweise umfasst ein Präventions-Check-up bei mir:

Ausführliches Gespräch – Risikofaktoren, Familiengeschichte, Lebensstil, Stressbelastung. Das Gespräch kommt zuerst – bevor irgendein Gerät zum Einsatz kommt.

Körperliche Untersuchung – inkl. Blutdruckmessung an beiden Armen. Der Seitenvergleich gibt wichtige Hinweise auf Gefäßprobleme die sonst unentdeckt bleiben.

Herzultraschall (Echokardiographie) – ich sehe Herzstruktur, Pumpfunktion und Klappen in Echtzeit. Auch feine Wandbewegungsstörungen die auf eine Durchblutungsstörung hinweisen werden sichtbar – lange bevor Beschwerden entstehen.

Stressechokardiographie – Herzultraschall während Sie gleichzeitig auf dem Liegeergometer Fahrrad fahren. Ich beobachte wie Ihr Herz unter Belastung pumpt – das ist ambulant selten möglich und liefert klinische Informationen die ein Belastungs-EKG alleine nicht geben kann.

Belastungs-EKG – gezielter Belastungstest zur Beurteilung Ihrer kardialen Belastbarkeit und Erkennung von Durchblutungsstörungen die in Ruhe unsichtbar sind.

Langzeit-EKG – lückenlose Aufzeichnung über 24 bis 48 Stunden. Herzrhythmusstörungen zeigen sich oft genau dann nicht wenn man beim Arzt sitzt – dieses Gerät zeichnet jeden Herzschlag auf, auch nachts und unter Alltagsbelastung.

24-Stunden-Blutdruckmessung – der Blutdruck beim Arzt ist oft nicht repräsentativ. Ich sehe Ihren Blutdruck über den vollen Tag – morgens, nachts, unter Stress. Der nächtliche Blutdruckabfall ist ein eigenständiger Risikofaktor den nur eine Langzeitmessung erfasst.

Individuelle Risikoberechnung – nach SCORE2 (ESC-Leitlinien). Keine Bauchgefühle – sondern eine evidenzbasierte Einschätzung Ihres persönlichen 10-Jahres-Risikos für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Labordiagnostik – Lipidprofil (LDL, HDL, Lp(a)), Blutzucker, HbA1c, Entzündungsmarker, Nieren- und Leberwerte, Schilddrüse. Lp(a) ist ein genetisch bedingter Risikofaktor der im Standard-Labor oft fehlt – ich messe ihn routinemäßig.

Persönliche Beratung – was bedeuten die Ergebnisse, was ist als nächstes sinnvoll. Sie verlassen die Praxis mit einem klaren Bild – nicht mit einem Stapel Befundblätter.

Bei Bedarf ergänze ich: Carotis-Duplex (Gefäßultraschall der Halsschlagadern als Frühindikator für Arteriosklerose) sowie erweiterte Biomarker nach individueller Absprache.

Am Ende des Termins wissen Sie genau, wo Sie stehen – und haben einen konkreten Plan.

Kosten und Kassenleistung

Eine ehrliche Einschätzung: Der gesetzliche Anspruch auf Vorsorgeuntersuchungen ist begrenzt. Viele der Untersuchungen, die ich oben beschreibe, sind Selbstzahlerleistungen oder Privatleistungen.

Für Privatpatienten sind die Kosten im Rahmen der GOÄ abrechenbar – je nach Umfang des Check-ups.

Für Selbstzahler empfehle ich vorab ein kurzes Gespräch zu Umfang und Kosten – damit Sie wissen, womit Sie rechnen.

Für gesetzlich Versicherte übernimmt die Kasse bestimmte Basisleistungen – ich erkläre Ihnen beim Termin, was das konkret bedeutet.

Meine Empfehlung: Investieren Sie in die Kenntnis Ihres eigenen Herzens. Was eine frühzeitige Diagnose an Behandlungskosten, Lebensqualität und Zeit spart, übersteigt den Aufwand eines Check-ups bei weitem.

Häufige Fragen – Herzvorsorge

Ab wann ist ein Herzcheck-up sinnvoll?

Grundsätzlich empfehle ich ab 40 Jahren einen ersten kardiologischen Check-up – früher, wenn Risikofaktoren vorhanden sind. Wer raucht, Bluthochdruck hat, eine familiäre Vorbelastung kennt oder Diabetes hat, sollte nicht bis 40 warten.

Was unterscheidet Ihren Check-up vom Hausarzt-Check?

Der Hausarzt übernimmt eine wichtige Basisfunktion. Als Kardiologin gehe ich tiefer in die herzspezifische Diagnostik – mit Herzultraschall, kardiologischer Risikostratifizierung und Einordnung von Befunden, die spezifisch das Herz-Kreislauf-System betreffen. Beides ergänzt sich.

Wie oft sollte ich zur Herzvorsorge?

Das hängt von Ihrem Risikoprofil ab. Bei niedrigem Risiko und unauffälligen Befunden reicht oft ein Check-up alle 3–5 Jahre. Bei erhöhtem Risiko oder bekannten Risikofaktoren empfehle ich jährliche Kontrollen. Das besprechen wir individuell.

Brauche ich eine Überweisung?

Für Privatpatienten und Selbstzahler nicht – Sie können direkt einen Termin buchen. Für gesetzlich Versicherte ist eine Überweisung vom Hausarzt Voraussetzung.

Nehmen Sie Kassenpatientinnen?

Meine Praxis richtet sich in erster Linie an Privatpatientinnen und Selbstzahlerinnen. In begrenztem Umfang behandle ich auch gesetzlich versicherte Patientinnen mit Überweisung.

Seit 2018 habe ich über 8.800 individuelle Patienten im ambulanten Bereich betreut. Ich weiß was Menschen in dieser Sprechstunde beschäftigt – und ich weiß welche Fragen sie sich oft nicht zu stellen trauen. Genau dafür nehme ich mir Zeit.

Möchten Sie wissen, wie es um Ihr Herz steht – bevor es ein Problem gibt? Ich freue mich auf Ihren Besuch in meiner Privatpraxis in München-Bogenhausen.

DR. MED. THERESA LUHMANN
Privatpraxis für Kardiologie | Innere Medizin | Notfallmedizin

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Kardiologie Bogenhausen Empfang

Sprechzeiten

Mo:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Di:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Mi:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Do:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Fr:08:30–13:00 Uhr

Hinweis Terminpraxis: Untersuchungs- und Arzttermine erhalten Sie bei uns nur nach Vereinbarung. Sie können jederzeit einen Termin bei Dr. Theresa Luhmann hier online vereinbaren oder uns per E-Mail erreichen, während der Sprechzeiten auch telefonisch.

Akutsprechstunde

Für Kassenpatienten sind kurzfristige Termine im Rahmen der Hausarztvermittlung (TSS) mit Überweisung möglich.

Notfälle

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Dr. med. Theresa Luhmann – Kardiologin München

DR. MED. THERESA LUHMANN

Kardiologie | Innere Medizin | Notfallmedizin

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Hausarztvermittlungsfall/ TSS-Terminfall (Gesetzliche Versicherung)

Wir bekommen immer wieder Anfragen von gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten nach zeitnahen Terminen in der Kardiologie. Der Gesetzgeber hat Anfang 2023 die Terminvermittlung durch Hausärzte neu geregelt. Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten kann die Hausärztin/ der Hausarzt nun kurzfristig einen Termin in unserer Praxis vereinbaren.

Sind alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann die Hausarztpraxis einen Termin für Sie direkt bei uns vereinbaren. In diesem Fall steht Ihnen ein zeitnaher Termin bei einem Facharzt zu. Damit Sie innerhalb von vier Tagen einen Termin bekommen können, werden von uns gesonderte Termine vorgehalten (Akutsprechstunde).

Die Erfüllung aller notwendigen Voraussetzungen muss von der Hausärztin/ vom Hausarzt überprüft werden. Hier finden Sie weitere Informationen, die Sie gerne an Ihre Hausarztpraxis weitergeben können.