Plötzliche Schweißausbrüche und Übelkeit

Eine Patientin rief mich einmal von der Arbeit aus an – schweißgebadet, übel, sicher, es sei nur der Kreislauf oder etwas Falsches gegessen. Ich bat sie, trotzdem direkt in die Notaufnahme zu fahren. Es war eine beginnende Herzrhythmusstörung, gut behandelbar, weil sie rechtzeitig kam. Nicht jeder Schweißausbruch mit Übelkeit ist ernst – aber genau deshalb lohnt es sich, die Anzeichen zu kennen, bei denen man nicht abwarten sollte.

Oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um einen Termin direkt zu vereinbaren.

Was hinter plötzlichen Schweißausbrüchen und Übelkeit stecken kann

Meist harmlose Ursachen

  • Kreislaufschwäche, insbesondere bei Hitze oder langem Stehen
  • Niedriger Blutzucker, vor allem nach dem Sport oder bei ausgelassenen Mahlzeiten
  • Migräne-Vorboten
  • Hormonell bedingte Hitzewallungen (Wechseljahre)
  • Akute Angst- oder Stressreaktion

Ernst zu nehmende Ursachen

  • Herzinfarkt oder akutes Koronarsyndrom – bei Frauen häufig ohne den klassischen Brustschmerz
  • Herzrhythmusstörungen
  • Starker Blutdruckabfall oder -anstieg
  • Schwere Infektionen oder innere Blutungen

Wann Sie nicht abwarten sollten – Warnsignale

  • Schweißausbruch und Übelkeit treten plötzlich und ohne erkennbaren Auslöser auf
  • Begleitend: Druckgefühl in Brust, Rücken, Kiefer oder Oberbauch
  • Kurzatmigkeit, Schwindel oder ein Gefühl starker Erschöpfung
  • Die Beschwerden halten länger als wenige Minuten an oder wiederholen sich

 

In diesen Fällen gilt: lieber einmal zu viel abklären lassen als einmal zu wenig. Rufen Sie im Zweifel den Notruf 112.

Was ich in meiner Sprechstunde abkläre

  • Ausführliche Anamnese – wann, wie oft, unter welchen Umständen treten die Beschwerden auf?
  • Ruhe-EKG und bei Bedarf Langzeit-EKG
  • Herzultraschall (Echokardiographie) zur Beurteilung von Herzstruktur und -funktion
  • Blutdruckmessung, ggf. über 24 Stunden
  • Labordiagnostik (u. a. Blutzucker, Elektrolyte, Herzenzyme)
  • Individuelle Einordnung: harmlos, beobachtungsbedürftig oder behandlungsbedürftig

 

Mein Ziel: Sie verlassen die Praxis mit einer klaren Antwort – nicht mit neuer Unsicherheit.

Warum diese Symptome bei Frauen anders verlaufen können

Was viele nicht wissen: Frauen erleben einen Herzinfarkt seltener über den klassischen, in den Arm ausstrahlenden Brustschmerz. Stattdessen stehen häufig genau die Symptome im Vordergrund, die auf dieser Seite beschrieben sind – Übelkeit, Schweißausbrüche, Erschöpfung, ein diffuses Druckgefühl. Studien zeigen, dass Frauen nach einem ersten Herzinfarkt häufiger sterben als Männer – unter anderem, weil die Diagnose später gestellt wird, weil die Symptome nicht dem „Lehrbuch-Bild“ entsprechen.

Das ist einer der Gründe, warum ich in meiner Sprechstunde bei Frauen besonders genau hinschaue – nicht als Sonderfall, sondern als selbstverständlichen Teil guter kardiologischer Versorgung.

→ Mehr dazu auf meiner Seite Herzgesundheit der Frau

Einen Überblick über weitere Anzeichen und Beschwerden rund um Herz und Kreislauf finden Sie auf meiner Seite Symptome & Anzeichen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Sind Schweißausbrüche mit Übelkeit immer ein Notfall?

Nein, in den meisten Fällen sind sie harmlos und z. B. kreislauf- oder hormonell bedingt. Entscheidend ist die Kombination mit weiteren Warnsignalen wie Brustdruck, Kurzatmigkeit oder Schwindel – dann sollte umgehend eine Abklärung erfolgen.

Können Schweißausbrüche und Übelkeit ein Anzeichen für einen Herzinfarkt sein?

Ja, insbesondere bei Frauen. Während Männer beim Herzinfarkt häufiger den klassischen Brustschmerz spüren, berichten Frauen öfter über Übelkeit, Schweißausbrüche, Erschöpfung und ein diffuses Druckgefühl im Oberbauch – Symptome, die leicht fehlgedeutet werden.

Was ist der Unterschied zwischen Kreislaufproblemen und einem kardialen Ereignis?

Kreislaufbedingte Beschwerden treten meist situativ auf (Hitze, langes Stehen, schnelles Aufstehen) und klingen innerhalb weniger Minuten von selbst ab. Anhaltende, wiederkehrende oder von Brustdruck begleitete Beschwerden sollten dagegen immer kardiologisch abgeklärt werden.

Können Wechseljahre solche Symptome auslösen?

Ja, hormonell bedingte Hitzewallungen können sich mit Schweißausbrüchen und Unwohlsein äußern. Da sich Wechseljahressymptome und kardiologische Warnzeichen überschneiden können, lohnt sich in dieser Lebensphase eine ärztliche Einordnung. Mehr dazu auf meiner Seite Herzgesundheit in den Wechseljahren.

Welche Untersuchungen führen Sie zur Abklärung durch?

In der Regel EKG, Herzultraschall, Blutdruckmessung und Labordiagnostik – je nach Beschwerdebild ergänzt durch ein Langzeit-EKG oder eine 24-Stunden-Blutdruckmessung.

Ab wann sollte ich bei diesen Symptomen einen Kardiologen aufsuchen?

Bei wiederkehrenden, unklaren Episoden – auch ohne akute Warnsignale – empfehle ich eine Abklärung. Treten die Beschwerden gemeinsam mit Brustdruck, Kurzatmigkeit oder Schwindel auf, sollte das sofort geschehen, im Zweifel über den Notruf 112.

Brauche ich eine Überweisung?

Für Privatpatientinnen und Selbstzahlerinnen nicht – Sie können direkt online einen Termin buchen. Für gesetzlich versicherte Patientinnen ist eine Überweisung vom Hausarzt Voraussetzung.

Nehmen Sie auch Kassenpatientinnen?

Meine Praxis richtet sich in erster Linie an Privatpatientinnen und Selbstzahlerinnen. In begrenztem Umfang behandle ich auch gesetzlich versicherte Patientinnen – mit Überweisung und nach vorheriger Terminvereinbarung.

Was unterscheidet Ihre Sprechstunde von einer allgemeinen kardiologischen Praxis?

Ich nehme mir bewusst Zeit für das Gespräch und schaue gezielt auf Symptommuster, die bei Frauen häufig anders verlaufen und leicht übersehen werden. Herzgesundheit der Frau ist für mich kein Spezialfall, sondern selbstverständlicher Teil guter kardiologischer Versorgung.

Kennen Sie diese Beschwerden aus eigener Erfahrung – oder möchten Sie einfach sicher gehen, wie es um Ihr Herz steht? Ich freue mich auf Ihren Besuch.

DR. MED. THERESA LUHMANN
Privatpraxis für Kardiologie | Innere Medizin | Notfallmedizin

★★★★★
5,0 / 5
Aus über 50 Google-Bewertungen
Kardiologie Bogenhausen Empfang

Sprechzeiten

Mo:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Di:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Mi:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Do:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Fr:08:30–13:00 Uhr

Hinweis Terminpraxis: Untersuchungs- und Arzttermine erhalten Sie bei uns nur nach Vereinbarung. Sie können jederzeit einen Termin bei Dr. Theresa Luhmann hier online vereinbaren oder uns per E-Mail erreichen, während der Sprechzeiten auch telefonisch.

Akutsprechstunde

Für Kassenpatienten sind kurzfristige Termine im Rahmen der Hausarztvermittlung (TSS) mit Überweisung möglich.

Notfälle

In nicht lebensbedrohlichen Fällen/ Notfällen erreichen Sie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst der KVB unter 116 117. In lebensbedrohlichen Fällen/ Notfälle erreichen den Notruf unter 112.

Ärzte/ Kardiologen

Dr. med. Theresa Luhmann – Kardiologin München

DR. MED. THERESA LUHMANN

Kardiologie | Innere Medizin | Notfallmedizin

Kontakt

Vereinbaren Sie gleich einen Termin online:

Wir rufen auch gerne zurück und beantworten Ihre Fragen.

Anfahrt

Cuvilliésstraße 14A
81679 München
(Wegbeschreibungen auf Google Maps ansehen)

Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln/ Haltestellen in der Nähe

  • Haltestelle Galileiplatz: Bus 54; 58; 68
  • Haltestelle Holbeinstraße: Tram 17
  • Haltestelle Prinzregentenplatz: U-Bahn U4 und Bus 100; 54; 58; 68

 

Erreichbarkeit mit PKW/ Parkhaus in der Nähe

  • Käfer Tiefgarage, Geibelstraße 6, 81679 München

FAQ

– Häufig gestellte Fragen

Nein, in den meisten Fällen sind sie harmlos und z. B. kreislauf- oder hormonell bedingt. Entscheidend ist die Kombination mit weiteren Warnsignalen wie Brustdruck, Kurzatmigkeit oder Schwindel – dann sollte umgehend eine Abklärung erfolgen.

Ja, insbesondere bei Frauen. Während Männer beim Herzinfarkt häufiger den klassischen Brustschmerz spüren, berichten Frauen öfter über Übelkeit, Schweißausbrüche, Erschöpfung und ein diffuses Druckgefühl im Oberbauch – Symptome, die leicht fehlgedeutet werden.

Bei wiederkehrenden, unklaren Episoden – auch ohne akute Warnsignale – empfehle ich eine Abklärung. Treten die Beschwerden gemeinsam mit Brustdruck, Kurzatmigkeit oder Schwindel auf, sollte das sofort geschehen, im Zweifel über den Notruf 112.

Für Privatpatientinnen und Selbstzahlerinnen nicht – Sie können direkt online einen Termin buchen. Für gesetzlich versicherte Patientinnen ist eine Überweisung vom Hausarzt Voraussetzung.

Meine Praxis richtet sich in erster Linie an Privatpatientinnen und Selbstzahlerinnen. In begrenztem Umfang behandle ich auch gesetzlich versicherte Patientinnen – mit Überweisung und nach vorheriger Terminvereinbarung.

Partner

Hausarztvermittlungsfall/ TSS-Terminfall (Gesetzliche Versicherung)

Wir bekommen immer wieder Anfragen von gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten nach zeitnahen Terminen in der Kardiologie. Der Gesetzgeber hat Anfang 2023 die Terminvermittlung durch Hausärzte neu geregelt. Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten kann die Hausärztin/ der Hausarzt nun kurzfristig einen Termin in unserer Praxis vereinbaren.

Sind alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann die Hausarztpraxis einen Termin für Sie direkt bei uns vereinbaren. In diesem Fall steht Ihnen ein zeitnaher Termin bei einem Facharzt zu. Damit Sie innerhalb von vier Tagen einen Termin bekommen können, werden von uns gesonderte Termine vorgehalten (Akutsprechstunde).

Die Erfüllung aller notwendigen Voraussetzungen muss von der Hausärztin/ vom Hausarzt überprüft werden. Hier finden Sie weitere Informationen, die Sie gerne an Ihre Hausarztpraxis weitergeben können.