Herzgesundheit der Frau - Ihre Kardiologin in München

Ich erinnere mich an eine Patientin – Mitte fünfzig, Managerin, fit, kein klassisches Risikoprofil. Sie kam wegen anhaltender Erschöpfung und einem seltsamen Druckgefühl im Oberbauch. Ihr Hausarzt hatte alles als Stress gedeutet. Im EKG und Herzultraschall zeigte sich ein frischer Herzinfarkt. Das vergesse ich nicht. Und es ist der Grund warum ich bei Frauen immer genauer hinschaue.

Als Kardiologin begegne ich in meiner täglichen Arbeit immer wieder Patientinnen, bei denen Herzprobleme lange übersehen wurden – nicht weil die Symptome fehlten, sondern weil sie anders waren als erwartet. Herzkrankheiten bei Frauen verlaufen häufig anders als bei Männern. Das betrifft die Symptome, die Risikofaktoren und die Diagnostik. Mir ist es wichtig, genau das im Blick zu haben.

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Warum Herzerkrankungen bei Frauen oft anders verlaufen

Wenn man an einen Herzinfarkt denkt, denkt man meist an den klassischen Brustschmerz, der in den linken Arm ausstrahlt. Bei Frauen sieht das häufig anders aus: Übelkeit, Erschöpfung, Rückenschmerzen oder ein diffuses Druckgefühl im Oberbauch – Symptome, die leicht als Stress, Magenprobleme oder Überlastung gedeutet werden.

Studien zeigen, dass Frauen nach einem ersten Herzinfarkt häufiger sterben als Männer – unter anderem weil die Diagnose später gestellt wird. Das ist kein Schicksal, sondern ein Hinweis darauf, wie wichtig eine Medizin ist, die die weibliche Perspektive kennt und ernst nimmt.

Was das für Ihre Vorsorge bedeutet

Gerade weil die Symptome bei Frauen oft untypisch sind, halte ich gezielte Vorsorge für besonders wichtig. In meiner Sprechstunde schaue ich nicht nur auf die klassischen Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Cholesterin oder Diabetes – sondern auch auf Faktoren, die speziell für Frauen relevant sind:

  • Herzgesundheit in den Wechseljahren: Der Östrogenabfall nach der Menopause erhöht das kardiovaskuläre Risiko deutlich
  • Schwangerschaftskomplikationen in der Vorgeschichte (Bluthochdruck in der Schwangerschaft, Gestationsdiabetes) als Warnsignal für spätere Herzerkrankungen
  • Stressbelastung und Schlaf: Faktoren, die bei Frauen das Herzrisiko stärker beeinflussen als oft angenommen
  • Autoimmunerkrankungen wie Lupus oder rheumatoide Arthritis, die das Herzrisiko bei Frauen erhöhen können

Was Sie in meiner Sprechstunde erwartet

Wenn Sie zu mir kommen, nehme ich mir Zeit. Nicht für ein Standardprogramm, sondern für ein Gespräch, das Ihren Alltag, Ihre Vorgeschichte und Ihre Fragen einbezieht.

Je nach Ausgangssituation umfasst eine kardiologische Untersuchung bei mir:

  • Ausführliche Anamnese mit Fokus auf frauenspezifische Risikofaktoren
  • Ruhe-EKG und bei Bedarf Langzeit-EKG
  • Herzultraschall (Echokardiographie) zur Beurteilung von Herzstruktur und -funktion
  • Blutdruckmessung und Labordiagnostik
  • Individuelle Beratung zu Prävention, Lebensstil und – wenn nötig – Therapie

Mein Ziel ist, dass Sie die Praxis mit einem klaren Bild Ihrer Herzgesundheit und konkreten nächsten Schritten verlassen – und nicht mit neuen offenen Fragen.

Ich frage bei Frauen nach Dingen die in einem Standard-Termin oft nicht zur Sprache kommen: Wie schlafen Sie? Wie hoch ist Ihre tatsächliche Stressbelastung? Hatten Sie Komplikationen in einer Schwangerschaft? Diese Fragen ändern manchmal das gesamte Risikobild.

Herzgesundheit in den Wechseljahren

Die Wechseljahre sind ein Wendepunkt für die Herzgesundheit von Frauen. Vor der Menopause sind Frauen durch Östrogen in gewissem Maße geschützt – dieser Schutz fällt mit dem Hormonabfall weg. Das Risiko für Bluthochdruck, Arteriosklerose und Herzinfarkt steigt dadurch spürbar an.

Viele Frauen bemerken in dieser Phase auch Herzstolpern, Herzrasen oder Hitzewallungen – Symptome, die manchmal kardiologisch abgeklärt werden sollten. Ich begleite Patientinnen in dieser Lebensphase gezielt und erkläre, was Wechseljahre mit dem Herz machen – und was Sie selbst tun können.

→ Mehr dazu auf meiner Seite Herzgesundheit in den Wechseljahren

Häufige Fragen – Herzgesundheit der Frau

Sind Herzinfarkt-Symptome bei Frauen wirklich anders als bei Männern?

Ja, oft deutlich anders. Während der klassische Brustschmerz bei Männern häufig dominiert, berichten Frauen bei einem Herzinfarkt häufiger über Übelkeit, ungewöhnliche Erschöpfung, Schmerzen im Rücken oder Kiefer und ein allgemeines Unwohlsein. Diese Symptome werden leichter fehlgedeutet – sowohl von den Betroffenen selbst als auch medizinisch. Deshalb ist Aufklärung so wichtig.

Ab wann sollte ich als Frau zur Kardiologin?

Grundsätzlich empfehle ich Frauen ab 40 einen ersten kardiologischen Check-up – besonders wenn Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen, familiäre Vorbelastung oder Übergewicht vorliegen. Auch Frauen in oder nach den Wechseljahren profitieren von einer gezielten Herzuntersuchung. Und natürlich bei akuten Beschwerden wie Herzstolpern, Kurzatmigkeit oder Brustdruck immer sofort.

Brauche ich eine Überweisung?

Für Privatpatientinnen und Selbstzahlerinnen ist keine Überweisung erforderlich – Sie können jederzeit direkt einen Termin buchen. Für gesetzlich versicherte Patientinnen ist eine Überweisung vom Hausarzt Voraussetzung.

Nehmen Sie auch Kassenpatientinnen?

Meine Praxis richtet sich in erster Linie an Privatpatientinnen und Selbstzahlerinnen. In begrenztem Umfang behandle ich auch gesetzlich versicherte Patientinnen – mit Überweisung vom Hausarzt und nach vorheriger Terminvereinbarung. Ich bitte um Verständnis, dass die Kapazitäten hierfür begrenzt sind.

Was unterscheidet Ihre Sprechstunde von einer allgemeinen kardiologischen Praxis?

Ich nehme mir bewusst Zeit für das Gespräch und schaue gezielt auf Risikofaktoren und Symptommuster, die bei Frauen relevant sind. Herzgesundheit der Frau ist für mich kein Spezialfall – sondern ein selbstverständlicher Teil guter kardiologischer Versorgung.

Haben Sie Fragen zu Ihrer Herzgesundheit – oder möchten Sie einfach wissen, wie es um Ihr Herz steht? Ich freue mich auf Ihren Besuch.

DR. MED. THERESA LUHMANN
Privatpraxis für Kardiologie | Innere Medizin | Notfallmedizin

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Kardiologie Bogenhausen Empfang

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Di:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Mi:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Do:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
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Hinweis Terminpraxis: Untersuchungs- und Arzttermine erhalten Sie bei uns nur nach Vereinbarung. Sie können jederzeit einen Termin bei Dr. Theresa Luhmann hier online vereinbaren oder uns per E-Mail erreichen, während der Sprechzeiten auch telefonisch.

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Wir bekommen immer wieder Anfragen von gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten nach zeitnahen Terminen in der Kardiologie. Der Gesetzgeber hat Anfang 2023 die Terminvermittlung durch Hausärzte neu geregelt. Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten kann die Hausärztin/ der Hausarzt nun kurzfristig einen Termin in unserer Praxis vereinbaren.

Sind alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann die Hausarztpraxis einen Termin für Sie direkt bei uns vereinbaren. In diesem Fall steht Ihnen ein zeitnaher Termin bei einem Facharzt zu. Damit Sie innerhalb von vier Tagen einen Termin bekommen können, werden von uns gesonderte Termine vorgehalten (Akutsprechstunde).

Die Erfüllung aller notwendigen Voraussetzungen muss von der Hausärztin/ vom Hausarzt überprüft werden. Hier finden Sie weitere Informationen, die Sie gerne an Ihre Hausarztpraxis weitergeben können.