Dr. Theresa Luhmann, Kardiologin in München

Lp(a) Bestimmung München

Es gibt einen Risikofaktor für Herzinfarkt und Schlaganfall, der bei etwa jedem fünften Menschen erhöht ist, sich nicht durch Ernährung oder Sport beeinflussen lässt und trotzdem bei den wenigsten je gemessen wurde: Lipoprotein(a), kurz Lp(a). Wenn Sie eine Lp(a) Bestimmung in München suchen – sei es wegen einer familiären Vorbelastung oder weil Sie einen erhöhten Wert im Befund stehen haben und nicht wissen, was er bedeutet – ordne ich das Ergebnis für Sie kardiologisch ein.

Oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um einen Termin direkt zu vereinbaren.

Was Lp(a) ist – und warum es anders funktioniert als Cholesterin

Lipoprotein(a) ist ein Transportpartikel im Blut, das dem LDL-Cholesterin ähnelt, aber einen zusätzlichen Eiweißanteil trägt. Dieser Anteil macht den Unterschied: Er fördert Ablagerungen in den Gefäßwänden und begünstigt gleichzeitig die Gerinnung. Erhöhte Werte sind mit einem höheren Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Aortenklappenverkalkung verbunden. Wie ich eine Verengung der Herzkranzgefäße abkläre und behandle, lesen Sie auf meiner Seite zur koronaren Herzerkrankung.

Der entscheidende Unterschied zum LDL-Cholesterin: Die Höhe Ihres Lp(a)-Werts ist zu über 90 Prozent genetisch festgelegt. Sie bleibt lebenslang weitgehend konstant, unabhängig davon, wie Sie sich ernähren, wie viel Sie sich bewegen oder ob Sie rauchen. Das ist einerseits ernüchternd – andererseits bedeutet es, dass eine einzige Messung im Leben in der Regel ausreicht.

Warum eine einmalige Messung sinnvoll ist

  • Der Wert bleibt stabil – anders als Cholesterin oder Blutdruck schwankt Lp(a) kaum, eine Bestimmung genügt meist für immer.
  • Er verändert die Risikoeinschätzung – ein deutlich erhöhter Wert kann bedeuten, dass Sie trotz unauffälliger Standardwerte zu einer Risikogruppe gehören, die engmaschiger begleitet werden sollte.
  • Er betrifft die Familie mit – weil Lp(a) vererbt wird, ist ein erhöhter Wert auch ein Hinweis für Geschwister und Kinder.
  • Er erklärt manches, was sonst rätselhaft bleibt – etwa Herzinfarkte in jungen Jahren oder bei Menschen ohne die üblichen Risikofaktoren.
  • Er beeinflusst, wie konsequent behandelt wird – bei erhöhtem Lp(a) werden die Zielwerte für LDL-Cholesterin und Blutdruck strenger angesetzt.

Wie ich das Ergebnis einordne – SCORE2 und das Gesamtbild

Ein Laborwert allein sagt wenig. Entscheidend ist, was er im Zusammenhang mit Ihrem übrigen Risikoprofil bedeutet.

Dafür nutze ich unter anderem SCORE2, das aktuelle Risikomodell der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie. Es schätzt anhand von Alter, Geschlecht, Blutdruck, Cholesterinwerten und Rauchverhalten ab, wie hoch Ihr Risiko für ein Herz-Kreislauf-Ereignis in den nächsten zehn Jahren ist. Ein erhöhtes Lp(a) kommt als zusätzlicher Faktor hinzu und kann die Einschätzung deutlich verschieben – manchmal von „unauffällig“ zu „behandlungsbedürftig“.

Ergänzend kann eine Bildgebung sinnvoll sein, etwa ein Ultraschall der Halsschlagadern, um zu sehen, ob sich bereits Ablagerungen gebildet haben. Erst aus diesen Bausteinen zusammen entsteht ein Bild, mit dem sich arbeiten lässt.

Was folgt aus einem erhöhten Wert?

Zunächst das Wichtigste: Ein erhöhtes Lp(a) ist keine Diagnose und kein Grund zur Panik. Es ist ein Risikofaktor unter mehreren, und viele Menschen mit hohen Werten werden nie ein Ereignis erleiden.

Was folgt, ist eine konsequentere Behandlung der Faktoren, die sich beeinflussen lassen: LDL-Cholesterin, Blutdruck, Blutzucker, Rauchen, Gewicht. Der Grundgedanke dabei ist einfach – wenn ein Risikofaktor feststeht und sich nicht senken lässt, gewinnt jeder andere an Bedeutung.

Medikamente, die gezielt das Lp(a) selbst senken, befinden sich derzeit in großen Endpunktstudien. Sie sind noch nicht zugelassen, und ich halte nichts davon, Hoffnungen darauf zu wecken, bevor die Ergebnisse vorliegen. Was heute zählt, sind die Stellschrauben, an denen wir tatsächlich drehen können.

Wie die Bestimmung bei mir abläuft

Vor der Messung sprechen wir über Ihre Vorgeschichte und Ihre familiäre Vorbelastung – Herzinfarkte oder Schlaganfälle bei Eltern oder Geschwistern, besonders in jüngeren Jahren, sind ein wichtiger Hinweis. Sie müssen dafür nicht nüchtern sein; Lp(a) lässt sich unabhängig von der Nahrungsaufnahme bestimmen.

Die Blutentnahme selbst dauert wenige Minuten. Zusammen mit Lp(a) bestimme ich in der Regel das komplette Lipidprofil, da die Werte nur gemeinsam aussagekräftig sind.

Im Folgetermin gehen wir das Ergebnis durch: was der Wert bedeutet, wo Sie im Gesamtrisiko stehen und was daraus folgt. Sie erhalten einen schriftlichen Befund, den Sie Ihrem Hausarzt weitergeben können.

Für wen eine Lp(a)-Bestimmung besonders sinnvoll ist

  • Menschen mit Herzinfarkt oder Schlaganfall in der Familie, insbesondere wenn Angehörige jung betroffen waren.
  • Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten, die trotz Behandlung nicht ausreichend sinken.
  • Menschen, die bereits ein kardiovaskuläres Ereignis hatten, ohne dass sich eine klare Ursache fand.
  • Alle, die im Rahmen eines Executive Health Check-ups oder einer Herzvorsorge wissen möchten, wo sie tatsächlich stehen.

Warum die Einordnung wichtiger ist als der Wert

Lp(a) lässt sich in jedem Labor bestimmen. Was ein reines Laborergebnis nicht leistet, ist die Antwort auf die eigentliche Frage: Was bedeutet dieser Wert für mich?

Ich komme aus 17 Jahren Kardiologie in der Klinik, davon zuletzt als Oberärztin an der München Klinik Schwabing. Ich habe dort gesehen, welche Verläufe hinter erhöhten Werten stehen können – und ebenso, wie viele Menschen mit hohem Lp(a) ein langes, unauffälliges Leben führen. Diese Erfahrung ist der Unterschied zwischen einer Zahl auf einem Blatt und einer Einschätzung, mit der Sie etwas anfangen können.

Meine Schwerpunkte

  • Kardiovaskuläre Prävention – individuelle Risikoerkennung anhand von Laborwerten, Bildgebung und Risikoberechnung nach SCORE2, bevor überhaupt Beschwerden entstehen.
  • Executive Health Check-ups – eine umfassende kardiovaskuläre Standortbestimmung für stark beanspruchte Berufstätige.
  • Herzgesundheit der Frau – insbesondere in und nach den Wechseljahren, wenn sich das kardiovaskuläre Risiko spürbar verändert.
  • Herzrhythmusstörungen – von gelegentlichem Herzstolpern bis zur Schrittmacher-, ICD- und CRT-Kontrolle, DGK-zertifiziert.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Muss ich für die Lp(a)-Bestimmung nüchtern sein?

Nein. Lipoprotein(a) lässt sich unabhängig von der Nahrungsaufnahme bestimmen. Wenn zusätzlich weitere Blutfettwerte gemessen werden, kann eine Nüchternheit von etwa acht Stunden sinnvoll sein – das besprechen wir bei der Terminvereinbarung.

Wie oft muss der Wert kontrolliert werden?

In der Regel gar nicht. Da Lp(a) genetisch bestimmt ist und lebenslang weitgehend stabil bleibt, reicht eine einmalige Messung im Erwachsenenalter meist aus. Eine Kontrolle kann sinnvoll sein, wenn der erste Wert grenzwertig war oder sich Ihre Gesamtsituation deutlich verändert hat.

Kann ich mein Lp(a) durch Ernährung oder Sport senken?

Nein, nach heutigem Kenntnisstand nicht in nennenswertem Umfang. Das ist zunächst frustrierend, ändert aber nichts am Nutzen der Messung: Sie zeigt, wie konsequent die anderen Risikofaktoren behandelt werden sollten – und die lassen sich sehr wohl beeinflussen.

Gibt es Medikamente gegen erhöhtes Lp(a)?

Gezielte Wirkstoffe befinden sich derzeit in klinischen Endpunktstudien, sind aber noch nicht zugelassen. Behandelt werden heute die beeinflussbaren Faktoren – vor allem das LDL-Cholesterin, für das bei erhöhtem Lp(a) strengere Zielwerte gelten.

Übernimmt meine Krankenkasse die Bestimmung?

Für Privatpatient:innen und Selbstzahler:innen ist die Lp(a)-Bestimmung regulärer Bestandteil der Diagnostik in meiner Praxis. Für gesetzlich Versicherte läuft die Laboranalytik in der Regel über die hausärztliche Praxis – sprechen Sie Ihren Hausarzt darauf an.

Sollten meine Kinder auch getestet werden?

Da Lp(a) vererbt wird, ist ein erhöhter Wert ein Hinweis, den Angehörige ernst nehmen sollten. Ob und ab welchem Alter eine Bestimmung sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab – bei Kindern und Jugendlichen gehört diese Frage in die Hand der Kinder- oder Hausärztin.

Ein Wert, den man einmal im Leben klärt – und der danach vieles einordnet. Ich nehme mir die Zeit, ihn mit Ihnen durchzugehen.

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Akutsprechstunde

Für Kassenpatienten sind kurzfristige Termine im Rahmen der Hausarztvermittlung (TSS) mit Überweisung möglich.

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Dr. med. Theresa Luhmann – Kardiologin München

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FAQ

– Häufig gestellte Fragen

Nein. Lipoprotein(a) lässt sich unabhängig von der Nahrungsaufnahme bestimmen. Wenn zusätzlich weitere Blutfettwerte gemessen werden, kann eine Nüchternheit von etwa acht Stunden sinnvoll sein – das besprechen wir bei der Terminvereinbarung.

In der Regel gar nicht. Da Lp(a) genetisch bestimmt ist und lebenslang weitgehend stabil bleibt, reicht eine einmalige Messung im Erwachsenenalter meist aus. Eine Kontrolle kann sinnvoll sein, wenn der erste Wert grenzwertig war oder sich Ihre Gesamtsituation deutlich verändert hat.

Nein, nach heutigem Kenntnisstand nicht in nennenswertem Umfang. Das ist zunächst frustrierend, ändert aber nichts am Nutzen der Messung: Sie zeigt, wie konsequent die anderen Risikofaktoren behandelt werden sollten – und die lassen sich sehr wohl beeinflussen.

Gezielte Wirkstoffe befinden sich derzeit in klinischen Endpunktstudien, sind aber noch nicht zugelassen. Behandelt werden heute die beeinflussbaren Faktoren – vor allem das LDL-Cholesterin, für das bei erhöhtem Lp(a) strengere Zielwerte gelten.

Für Privatpatient:innen und Selbstzahler:innen ist die Lp(a)-Bestimmung regulärer Bestandteil der Diagnostik in meiner Praxis. Für gesetzlich Versicherte läuft die Laboranalytik in der Regel über die hausärztliche Praxis – sprechen Sie Ihren Hausarzt darauf an.

Da Lp(a) vererbt wird, ist ein erhöhter Wert ein Hinweis, den Angehörige ernst nehmen sollten. Ob und ab welchem Alter eine Bestimmung sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab – bei Kindern und Jugendlichen gehört diese Frage in die Hand der Kinder- oder Hausärztin.

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Hausarztvermittlungsfall/ TSS-Terminfall (Gesetzliche Versicherung)

Wir bekommen immer wieder Anfragen von gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten nach zeitnahen Terminen in der Kardiologie. Der Gesetzgeber hat Anfang 2023 die Terminvermittlung durch Hausärzte neu geregelt. Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten kann die Hausärztin/ der Hausarzt nun kurzfristig einen Termin in unserer Praxis vereinbaren.

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Die Erfüllung aller notwendigen Voraussetzungen muss von der Hausärztin/ vom Hausarzt überprüft werden. Hier finden Sie weitere Informationen, die Sie gerne an Ihre Hausarztpraxis weitergeben können.