Ein Patient Ende fünfzig kam zu mir, weil ihm beim Treppensteigen seit einigen Wochen die Brust eng wurde. In Ruhe ging es ihm gut, deshalb hatte er die Beschwerden lange auf mangelnde Kondition geschoben. In der Stressechokardiographie zeigte sich unter Belastung eine Durchblutungsstörung der Herzwand. Im Herzkatheter fand sich eine hochgradige Engstelle, die mit einem Stent behandelt wurde. Heute ist er beschwerdefrei und kommt regelmäßig zur Kontrolle. Enge in der Brust bei Belastung ist ein typisches Warnzeichen der koronaren Herzerkrankung. Wenn Sie eine koronare Herzerkrankung in München abklären lassen möchten oder nach einem Stent eine verlässliche Nachsorge suchen, untersuche ich Sie gründlich und bespreche das Ergebnis direkt mit Ihnen.
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Die Herzkranzgefäße versorgen den Herzmuskel mit Blut und Sauerstoff. Bei der koronaren Herzerkrankung, kurz KHK, lagern sich über Jahre Fett, Kalk und Entzündungszellen in der Gefäßwand ab. Diese Ablagerungen heißen Plaques und verengen die Gefäße. In Ruhe reicht die Durchblutung oft noch aus. Unter Belastung braucht der Herzmuskel mehr Sauerstoff, dann kommt es zu Beschwerden.
Reißt eine Plaque ein, kann sich darauf ein Gerinnsel bilden und das Gefäß plötzlich verschließen. Das ist ein Herzinfarkt. Die koronare Herzerkrankung gehört in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Früh erkannt und konsequent behandelt, lässt sich das Risiko für einen Herzinfarkt aber deutlich senken.
Das typische Zeichen heißt Angina pectoris: Druck, Enge oder Brennen hinter dem Brustbein. Die Beschwerden treten bei körperlicher Belastung, Kälte oder Aufregung auf und lassen in Ruhe nach wenigen Minuten nach. Weitere Hinweise sind:
Bei Frauen, Menschen mit Diabetes und im höheren Alter zeigt sich die KHK oft anders: mit Atemnot, Übelkeit, Rückenschmerzen oder ungewohnter Müdigkeit. Mehr dazu auf meiner Seite Frauenherz. Viele Betroffene spüren lange gar nichts.
Halten Druck oder Schmerz in der Brust länger als fünf Minuten an, treten sie in Ruhe auf oder kommen Atemnot, Schweißausbruch, Übelkeit oder Todesangst hinzu, rufen Sie sofort den Notruf 112.
Eine KHK entwickelt sich über Jahre. Das Risiko steigt mit:
Je mehr Faktoren zusammenkommen, desto höher ist das Risiko. Lipoprotein(a) ist erblich und lässt sich mit Lebensstil kaum beeinflussen. Jede und jeder Erwachsene sollte den Wert einmal im Leben bestimmen lassen. Wie Sie Ihr persönliches Risiko senken, lesen Sie auf meiner Seite Prävention.
Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie wahrscheinlich eine KHK bei Ihnen ist. Nach den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie stehen bildgebende Verfahren wie Stressechokardiographie und Herz-CT im Vordergrund. Das Belastungs-EKG allein ist weniger aussagekräftig.
Die Behandlung richte ich nach den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie aus. Sie hat drei Bausteine.
Grundlage sind meist ein Plättchenhemmer wie ASS, der Gerinnsel verhindert, und ein Cholesterinsenker. Bei gesicherter KHK empfehlen die Leitlinien, das LDL-Cholesterin unter 55 mg/dl zu senken. Dafür reicht ein Statin allein oft nicht, dann kombinieren wir es mit weiteren Wirkstoffen. Bei Beschwerden kommen Medikamente hinzu, die das Herz entlasten und die Durchblutung verbessern.
Ist ein Gefäß hochgradig verengt oder bessern Medikamente die Beschwerden nicht ausreichend, kann eine Herzkatheteruntersuchung sinnvoll sein. Dabei lässt sich eine Engstelle oft direkt mit einem Stent aufdehnen. Bei mehreren oder schwierigen Engstellen kann eine Bypass-Operation die bessere Wahl sein. Herzkatheter und Operation erfolgen in spezialisierten Kliniken. Ich bereite Sie darauf vor, bespreche die Befunde mit Ihnen und betreue Sie danach weiter.
Nicht rauchen, gut eingestellter Blutdruck und Blutzucker, regelmäßige Bewegung und eine herzgesunde Ernährung bremsen das Fortschreiten der Erkrankung. Der Rauchstopp zählt dabei zu den wirksamsten Maßnahmen überhaupt.
Ein Stent beseitigt eine Engstelle, die Erkrankung der Gefäße bleibt. Nach dem Eingriff nehmen Sie für eine festgelegte Zeit zwei Plättchenhemmer. Wie lange, hängt vom Grund des Eingriffs und von Ihrem Blutungsrisiko ab. Setzen Sie diese Medikamente nie eigenständig ab. In der Nachsorge prüfe ich Beschwerden, Belastbarkeit, Pumpfunktion und Laborwerte und passe die Behandlung an. Eine Herzsportgruppe hilft Ihnen, wieder sicher aktiv zu werden.
Ihnen wurde ein Herzkatheter, ein Stent oder eine Bypass-Operation empfohlen, und Sie sind unsicher? Ich sehe mir Ihre Befunde an und bespreche mit Ihnen, ob der Eingriff nötig ist und welche Alternativen es gibt. Mehr dazu auf meiner Seite Zweitmeinung.
Ich komme aus 17 Jahren Kardiologie in der Klinik, zuletzt als Oberärztin an der München Klinik Schwabing. Dort habe ich Patientinnen und Patienten mit koronarer Herzerkrankung von der ersten Abklärung bis zur Versorgung nach dem Herzinfarkt begleitet. Als Notfallmedizinerin kenne ich den akuten Herzinfarkt aus der Notaufnahme. In meiner Sprechstunde geht es darum, dass es gar nicht erst so weit kommt.
Verwandte Themen: Echokardiographie, Lipoprotein(a), Prävention und Frauenherz. Plötzliche Schweißausbrüche mit Übelkeit können ebenfalls vom Herzen kommen. Einen Überblick über weitere Beschwerden finden Sie unter Symptome & Anzeichen.
Die Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen lassen sich nicht vollständig rückgängig machen. Mit Medikamenten und einem herzgesunden Lebensstil lässt sich das Fortschreiten aber bremsen und das Risiko für einen Herzinfarkt deutlich senken. Viele Betroffene leben mit einer gut behandelten KHK lange und ohne Beschwerden.
Typisch für das Herz ist Druck oder Enge hinter dem Brustbein, die bei Belastung auftritt und in Ruhe nach wenigen Minuten nachlässt. Schmerzen, die sich beim Drücken auf den Brustkorb, beim Drehen des Oberkörpers oder beim Atmen verändern, kommen häufiger von Muskeln, Rippen oder Wirbelsäule. Sicher unterscheiden lässt sich das nur durch eine Untersuchung. Halten die Beschwerden länger als fünf Minuten an oder treten sie in Ruhe auf, wählen Sie sofort 112.
Oft nicht. Das Belastungs-EKG übersieht manche Durchblutungsstörungen und zeigt manchmal Veränderungen, die keine sind. Nach den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie sind bildgebende Verfahren wie Stressechokardiographie oder Herz-CT verlässlicher. Welche Untersuchung zu Ihnen passt, hängt von Ihren Beschwerden und Risikofaktoren ab.
Der Kalkscore misst in einer kurzen Computertomographie ohne Kontrastmittel, wie viel Kalk in den Herzkranzgefäßen liegt. Kalk ist ein Zeichen für Arteriosklerose. Der Wert hilft bei Menschen ohne Beschwerden, das persönliche Risiko genauer einzuschätzen, zum Beispiel bei der Frage, ob ein Cholesterinsenker sinnvoll ist. Bei Beschwerden ersetzt er keine Abklärung.
Nach einem Stent nehmen Sie meist für sechs bis zwölf Monate zwei Plättchenhemmer, danach in der Regel einen dauerhaft. Die genaue Dauer hängt vom Grund des Eingriffs und Ihrem Blutungsrisiko ab. Setzen Sie diese Medikamente nie eigenständig ab, sondern sprechen Sie vorher mit Ihrer Kardiologin oder Ihrem Kardiologen.
Ja. Regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Teil der Behandlung. Wie stark Sie sich belasten dürfen, lege ich nach einer Untersuchung unter Belastung gemeinsam mit Ihnen fest. Nach einem Herzinfarkt oder Stent hilft eine Herzsportgruppe, wieder sicher aktiv zu werden.
Ich betreue Privatpatient:innen, Selbstzahler:innen und gesetzlich Versicherte. Für Privatversicherte und Selbstzahler ist keine Überweisung nötig. Die Termine für gesetzlich Versicherte sind begrenzt und werden vorrangig über die Terminservicestelle (TSS) vergeben.
DR. MED. THERESA LUHMANN
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Für Kassenpatienten sind kurzfristige Termine im Rahmen der Hausarztvermittlung (TSS) mit Überweisung möglich.
In nicht lebensbedrohlichen Fällen/ Notfällen erreichen Sie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst der KVB unter 116 117. In lebensbedrohlichen Fällen/ Notfälle erreichen den Notruf unter 112.

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Die Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen lassen sich nicht vollständig rückgängig machen. Mit Medikamenten und einem herzgesunden Lebensstil lässt sich das Fortschreiten aber bremsen und das Risiko für einen Herzinfarkt deutlich senken. Viele Betroffene leben mit einer gut behandelten KHK lange und ohne Beschwerden.
Typisch für das Herz ist Druck oder Enge hinter dem Brustbein, die bei Belastung auftritt und in Ruhe nach wenigen Minuten nachlässt. Schmerzen, die sich beim Drücken auf den Brustkorb, beim Drehen des Oberkörpers oder beim Atmen verändern, kommen häufiger von Muskeln, Rippen oder Wirbelsäule. Sicher unterscheiden lässt sich das nur durch eine Untersuchung. Halten die Beschwerden länger als fünf Minuten an oder treten sie in Ruhe auf, wählen Sie sofort 112.
Oft nicht. Das Belastungs-EKG übersieht manche Durchblutungsstörungen und zeigt manchmal Veränderungen, die keine sind. Nach den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie sind bildgebende Verfahren wie Stressechokardiographie oder Herz-CT verlässlicher. Welche Untersuchung zu Ihnen passt, hängt von Ihren Beschwerden und Risikofaktoren ab.
Der Kalkscore misst in einer kurzen Computertomographie ohne Kontrastmittel, wie viel Kalk in den Herzkranzgefäßen liegt. Kalk ist ein Zeichen für Arteriosklerose. Der Wert hilft bei Menschen ohne Beschwerden, das persönliche Risiko genauer einzuschätzen, zum Beispiel bei der Frage, ob ein Cholesterinsenker sinnvoll ist. Bei Beschwerden ersetzt er keine Abklärung.
Nach einem Stent nehmen Sie meist für sechs bis zwölf Monate zwei Plättchenhemmer, danach in der Regel einen dauerhaft. Die genaue Dauer hängt vom Grund des Eingriffs und Ihrem Blutungsrisiko ab. Setzen Sie diese Medikamente nie eigenständig ab, sondern sprechen Sie vorher mit Ihrer Kardiologin oder Ihrem Kardiologen.
Ja. Regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Teil der Behandlung. Wie stark Sie sich belasten dürfen, lege ich nach einer Untersuchung unter Belastung gemeinsam mit Ihnen fest. Nach einem Herzinfarkt oder Stent hilft eine Herzsportgruppe, wieder sicher aktiv zu werden.
Ich betreue Privatpatient:innen, Selbstzahler:innen und gesetzlich Versicherte. Für Privatversicherte und Selbstzahler ist keine Überweisung nötig. Die Termine für gesetzlich Versicherte sind begrenzt und werden vorrangig über die Terminservicestelle (TSS) vergeben.
Wir bekommen immer wieder Anfragen von gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten nach zeitnahen Terminen in der Kardiologie. Der Gesetzgeber hat Anfang 2023 die Terminvermittlung durch Hausärzte neu geregelt. Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten kann die Hausärztin/ der Hausarzt nun kurzfristig einen Termin in unserer Praxis vereinbaren.
Sind alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann die Hausarztpraxis einen Termin für Sie direkt bei uns vereinbaren. In diesem Fall steht Ihnen ein zeitnaher Termin bei einem Facharzt zu. Damit Sie innerhalb von vier Tagen einen Termin bekommen können, werden von uns gesonderte Termine vorgehalten (Akutsprechstunde).
Die Erfüllung aller notwendigen Voraussetzungen muss von der Hausärztin/ vom Hausarzt überprüft werden. Hier finden Sie weitere Informationen, die Sie gerne an Ihre Hausarztpraxis weitergeben können.