Eine Patientin kam mit ihrem Handy in meine Sprechstunde. Ihre Uhr hatte nachts zweimal Vorhofflimmern gemeldet, gespürt hatte sie nichts. Im Langzeit-EKG zeigten sich mehrere kurze Episoden. Da sie zusätzlich Bluthochdruck hatte, war ihr Schlaganfallrisiko erhöht, und wir haben eine Blutverdünnung begonnen. Vorhofflimmern macht oft keine Beschwerden. Gerade deshalb sollten Sie einen Hinweis ernst nehmen und sauber abklären lassen. Wenn Sie Vorhofflimmern in München abklären oder behandeln lassen möchten, untersuche ich Sie gründlich und bespreche das Ergebnis direkt mit Ihnen.
Oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um einen Termin direkt zu vereinbaren.
Bei Vorhofflimmern ziehen sich die Vorhöfe nicht mehr geordnet zusammen. Sie flimmern mit sehr hoher Frequenz. Die Herzkammern erhalten die Impulse unregelmäßig, deshalb wird der Puls unregelmäßig und oft zu schnell. Vorhofflimmern gehört zu den häufigsten Herzrhythmusstörungen, und das Risiko steigt mit dem Alter.
Die wichtigste Folge ist der Schlaganfall. Im flimmernden Vorhof fließt das Blut langsamer, und es können sich Gerinnsel bilden. Gelangt ein Gerinnsel ins Gehirn, verschließt es dort ein Gefäß. Unbehandelt ist das Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern bis zu fünfmal höher. Hält ein schneller, unregelmäßiger Puls über Wochen an, kann er außerdem den Herzmuskel schwächen.
Viele Betroffene spüren nichts. Bei anderen zeigt sich Vorhofflimmern durch:
Die Beschwerden können nach Minuten oder Stunden von selbst verschwinden. Auch ein Anfall, der von allein endet, gehört abgeklärt.
Bei Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen, starker Atemnot, Brustschmerz oder Bewusstlosigkeit rufen Sie sofort den Notruf 112.
Viele Uhren erkennen einen unregelmäßigen Puls und zeichnen ein Ein-Kanal-EKG auf. Eine solche Meldung ist ein wichtiger Hinweis, aber noch keine Diagnose. Nach den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie kann eine Aufzeichnung von mindestens 30 Sekunden die Diagnose stützen, wenn eine Ärztin oder ein Arzt sie beurteilt hat. Speichern Sie die Aufzeichnung und bringen Sie sie zum Termin mit. Ich sehe mir die Kurve an und entscheide, welche weitere Untersuchung nötig ist. Mehr dazu auf meiner Seite zum Smartwatch-EKG.
Anschließend bestimme ich Ihr Schlaganfallrisiko mit dem CHA₂DS₂-VA-Score und bespreche mit Ihnen das weitere Vorgehen.
Die Behandlung richte ich nach den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie aus. Sie hat drei Bausteine.
Ist Ihr Risiko erhöht, empfehle ich eine Gerinnungshemmung, meist mit einem modernen Blutverdünner. Sie senkt das Schlaganfallrisiko deutlich. Welches Medikament zu Ihnen passt, entscheiden wir gemeinsam, auch mit Blick auf Nierenfunktion und weitere Medikamente.
Medikamente können den Puls verlangsamen oder den normalen Herzrhythmus stabilisieren. Mit einer Kardioversion lässt sich der Rhythmus wiederherstellen. Kehrt Vorhofflimmern immer wieder, kommt eine Katheterablation infrage. Studien zeigen, dass eine frühe rhythmuserhaltende Behandlung vielen Patientinnen und Patienten nützt. Die Ablation führen spezialisierte Rhythmuszentren durch. Ich berate Sie vorher und betreue Sie danach weiter.
Gut eingestellter Blutdruck, weniger Gewicht bei Übergewicht, regelmäßige Bewegung, wenig Alkohol und die Behandlung einer Schlafapnoe senken nachweislich, wie oft Vorhofflimmern auftritt. Auch jahrelanger intensiver Ausdauersport kann Vorhofflimmern begünstigen. Mehr dazu auf meiner Seite Bluthochdruck und Sport.
Ich komme aus 17 Jahren Kardiologie in der Klinik, zuletzt als Oberärztin an der München Klinik Schwabing. Herzrhythmusstörungen sind einer meiner Schwerpunkte, einschließlich der DGK-zertifizierten Kontrolle von Herzschrittmachern, ICD und CRT-Systemen. Als Notfallmedizinerin kenne ich Vorhofflimmern auch aus der Notaufnahme, wenn es plötzlich und mit starken Beschwerden beginnt.
Mehr über meinen Schwerpunkt lesen Sie auf der Seite Herzrhythmusstörungen. Verwandte Themen: Herzstolpern, Rhythmusstörungen erkennen und Smartwatch-EKG. Einen Überblick über weitere Beschwerden finden Sie unter Symptome & Anzeichen.
Vorhofflimmern selbst ist meist nicht unmittelbar lebensbedrohlich. Es erhöht aber das Risiko für einen Schlaganfall deutlich und kann auf Dauer das Herz schwächen. Deshalb sollte es immer kardiologisch abgeklärt und das persönliche Schlaganfallrisiko bewertet werden.
Eine Warnung der Uhr ist ein wichtiger Hinweis, aber noch keine Diagnose. Speichern Sie die Aufzeichnung und lassen Sie sie kardiologisch beurteilen. Gesichert wird die Diagnose mit einem EKG, je nach Situation ergänzt durch ein Langzeit-EKG. Bei Brustschmerz, Atemnot, Ohnmacht oder Lähmungserscheinungen wählen Sie sofort 112.
Ja, anfangs tritt Vorhofflimmern häufig anfallsartig auf und endet von selbst. Ohne Behandlung der Ursachen und Risikofaktoren kehrt es aber oft wieder und kann dauerhaft werden. Eine frühe Abklärung verbessert die Chancen, den normalen Herzrhythmus zu erhalten.
Das hängt von Ihrem persönlichen Schlaganfallrisiko ab. Ich bewerte es anhand anerkannter Risikofaktoren wie Alter, Bluthochdruck, Diabetes oder Herzschwäche. Ist das Risiko erhöht, wird in der Regel eine Gerinnungshemmung empfohlen. Diese Entscheidung treffe ich gemeinsam mit Ihnen.
Viel bewirken gut eingestellter Blutdruck, Gewichtsabnahme bei Übergewicht, regelmäßige Bewegung, wenig Alkohol und die Behandlung einer Schlafapnoe. Diese Maßnahmen senken nachweislich, wie oft Vorhofflimmern auftritt.
Eine Katheterablation kann sinnvoll sein, wenn Vorhofflimmern trotz Behandlung wiederkehrt oder Beschwerden macht. Ob sie für Sie infrage kommt, bespreche ich mit Ihnen. Den Eingriff führen spezialisierte Rhythmuszentren durch, ich betreue Sie vorher und danach.
Ich betreue Privatpatient:innen, Selbstzahler:innen und gesetzlich Versicherte. Für Privatversicherte und Selbstzahler ist keine Überweisung nötig. Die Termine für gesetzlich Versicherte sind begrenzt und werden vorrangig über die Terminservicestelle (TSS) vergeben.
DR. MED. THERESA LUHMANN
Privatpraxis für Kardiologie | Innere Medizin | Notfallmedizin
| Mo: | 08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr |
|---|---|
| Di: | 08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr |
| Mi: | 08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr |
| Do: | 08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr |
| Fr: | 08:30–13:00 Uhr |
Hinweis Terminpraxis: Untersuchungs- und Arzttermine erhalten Sie bei uns nur nach Vereinbarung. Sie können jederzeit einen Termin bei Dr. Theresa Luhmann hier online vereinbaren oder uns per E-Mail erreichen, während der Sprechzeiten auch telefonisch.
Für Kassenpatienten sind kurzfristige Termine im Rahmen der Hausarztvermittlung (TSS) mit Überweisung möglich.
In nicht lebensbedrohlichen Fällen/ Notfällen erreichen Sie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst der KVB unter 116 117. In lebensbedrohlichen Fällen/ Notfälle erreichen den Notruf unter 112.

Kardiologie | Innere Medizin | Notfallmedizin
Vereinbaren Sie gleich einen Termin online:
Wir rufen auch gerne zurück und beantworten Ihre Fragen.
Cuvilliésstraße 14A
81679 München
(Wegbeschreibungen auf Google Maps ansehen)
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln/ Haltestellen in der Nähe
Erreichbarkeit mit PKW/ Parkhaus in der Nähe
Vorhofflimmern selbst ist meist nicht unmittelbar lebensbedrohlich. Es erhöht aber das Risiko für einen Schlaganfall deutlich und kann auf Dauer das Herz schwächen. Deshalb sollte es immer kardiologisch abgeklärt und das persönliche Schlaganfallrisiko bewertet werden.
Eine Warnung der Uhr ist ein wichtiger Hinweis, aber noch keine Diagnose. Speichern Sie die Aufzeichnung und lassen Sie sie kardiologisch beurteilen. Gesichert wird die Diagnose mit einem EKG, je nach Situation ergänzt durch ein Langzeit-EKG. Bei Brustschmerz, Atemnot, Ohnmacht oder Lähmungserscheinungen wählen Sie sofort 112.
Ja, anfangs tritt Vorhofflimmern häufig anfallsartig auf und endet von selbst. Ohne Behandlung der Ursachen und Risikofaktoren kehrt es aber oft wieder und kann dauerhaft werden. Eine frühe Abklärung verbessert die Chancen, den normalen Herzrhythmus zu erhalten.
Das hängt von Ihrem persönlichen Schlaganfallrisiko ab. Ich bewerte es anhand anerkannter Risikofaktoren wie Alter, Bluthochdruck, Diabetes oder Herzschwäche. Ist das Risiko erhöht, wird in der Regel eine Gerinnungshemmung empfohlen. Diese Entscheidung treffe ich gemeinsam mit Ihnen.
Viel bewirken gut eingestellter Blutdruck, Gewichtsabnahme bei Übergewicht, regelmäßige Bewegung, wenig Alkohol und die Behandlung einer Schlafapnoe. Diese Maßnahmen senken nachweislich, wie oft Vorhofflimmern auftritt.
Eine Katheterablation kann sinnvoll sein, wenn Vorhofflimmern trotz Behandlung wiederkehrt oder Beschwerden macht. Ob sie für Sie infrage kommt, bespreche ich mit Ihnen. Den Eingriff führen spezialisierte Rhythmuszentren durch, ich betreue Sie vorher und danach.
Ich betreue Privatpatient:innen, Selbstzahler:innen und gesetzlich Versicherte. Für Privatversicherte und Selbstzahler ist keine Überweisung nötig. Die Termine für gesetzlich Versicherte sind begrenzt und werden vorrangig über die Terminservicestelle (TSS) vergeben.
Wir bekommen immer wieder Anfragen von gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten nach zeitnahen Terminen in der Kardiologie. Der Gesetzgeber hat Anfang 2023 die Terminvermittlung durch Hausärzte neu geregelt. Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten kann die Hausärztin/ der Hausarzt nun kurzfristig einen Termin in unserer Praxis vereinbaren.
Sind alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann die Hausarztpraxis einen Termin für Sie direkt bei uns vereinbaren. In diesem Fall steht Ihnen ein zeitnaher Termin bei einem Facharzt zu. Damit Sie innerhalb von vier Tagen einen Termin bekommen können, werden von uns gesonderte Termine vorgehalten (Akutsprechstunde).
Die Erfüllung aller notwendigen Voraussetzungen muss von der Hausärztin/ vom Hausarzt überprüft werden. Hier finden Sie weitere Informationen, die Sie gerne an Ihre Hausarztpraxis weitergeben können.