Dr. Theresa Luhmann, Kardiologin in München

Koronare Herzerkrankung München

Ein Patient Ende fünfzig kam zu mir, weil ihm beim Treppensteigen seit einigen Wochen die Brust eng wurde. In Ruhe ging es ihm gut, deshalb hatte er die Beschwerden lange auf mangelnde Kondition geschoben. In der Stressechokardiographie zeigte sich unter Belastung eine Durchblutungsstörung der Herzwand. Im Herzkatheter fand sich eine hochgradige Engstelle, die mit einem Stent behandelt wurde. Heute ist er beschwerdefrei und kommt regelmäßig zur Kontrolle. Enge in der Brust bei Belastung ist ein typisches Warnzeichen der koronaren Herzerkrankung. Wenn Sie eine koronare Herzerkrankung in München abklären lassen möchten oder nach einem Stent eine verlässliche Nachsorge suchen, untersuche ich Sie gründlich und bespreche das Ergebnis direkt mit Ihnen.

Oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um einen Termin direkt zu vereinbaren.

Was bei einer koronaren Herzerkrankung im Herzen passiert

Die Herzkranzgefäße versorgen den Herzmuskel mit Blut und Sauerstoff. Bei der koronaren Herzerkrankung, kurz KHK, lagern sich über Jahre Fett, Kalk und Entzündungszellen in der Gefäßwand ab. Diese Ablagerungen heißen Plaques und verengen die Gefäße. In Ruhe reicht die Durchblutung oft noch aus. Unter Belastung braucht der Herzmuskel mehr Sauerstoff, dann kommt es zu Beschwerden.

Reißt eine Plaque ein, kann sich darauf ein Gerinnsel bilden und das Gefäß plötzlich verschließen. Das ist ein Herzinfarkt. Die koronare Herzerkrankung gehört in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Früh erkannt und konsequent behandelt, lässt sich das Risiko für einen Herzinfarkt aber deutlich senken.

Symptome: Woran Sie eine KHK bemerken können

Das typische Zeichen heißt Angina pectoris: Druck, Enge oder Brennen hinter dem Brustbein. Die Beschwerden treten bei körperlicher Belastung, Kälte oder Aufregung auf und lassen in Ruhe nach wenigen Minuten nach. Weitere Hinweise sind:

  • Ausstrahlung in Arm, Schulter, Hals, Kiefer oder Oberbauch
  • Atemnot bei Belastung, die früher nicht da war
  • nachlassende Belastbarkeit

Bei Frauen, Menschen mit Diabetes und im höheren Alter zeigt sich die KHK oft anders: mit Atemnot, Übelkeit, Rückenschmerzen oder ungewohnter Müdigkeit. Mehr dazu auf meiner Seite Frauenherz. Viele Betroffene spüren lange gar nichts.

Halten Druck oder Schmerz in der Brust länger als fünf Minuten an, treten sie in Ruhe auf oder kommen Atemnot, Schweißausbruch, Übelkeit oder Todesangst hinzu, rufen Sie sofort den Notruf 112.

Risikofaktoren: Wann Sie Ihr Herz untersuchen lassen sollten

Eine KHK entwickelt sich über Jahre. Das Risiko steigt mit:

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • erhöhtem LDL-Cholesterin
  • erhöhtem Lipoprotein(a)
  • Diabetes
  • Herzinfarkt oder Schlaganfall bei nahen Verwandten in jüngeren Jahren
  • Übergewicht und Bewegungsmangel

Je mehr Faktoren zusammenkommen, desto höher ist das Risiko. Lipoprotein(a) ist erblich und lässt sich mit Lebensstil kaum beeinflussen. Jede und jeder Erwachsene sollte den Wert einmal im Leben bestimmen lassen. Wie Sie Ihr persönliches Risiko senken, lesen Sie auf meiner Seite Prävention.

Wie ich eine koronare Herzerkrankung in meiner Sprechstunde abkläre

  • Ausführliches Gespräch über Beschwerden, Risikofaktoren, Familie und Medikamente
  • Ruhe-EKG, Blutdruck und Laborwerte, unter anderem LDL-Cholesterin, Lipoprotein(a) und Blutzucker
  • Herzultraschall: Pumpfunktion, Wandbewegung und Herzklappen
  • Stressechokardiographie: Herzultraschall unter Belastung, der zeigt, ob ein Bereich des Herzmuskels bei Anstrengung schlechter durchblutet wird
  • Belastungs-EKG, wenn es zur Fragestellung passt
  • Herz-CT mit Darstellung der Herzkranzgefäße oder Kalkscore, durchgeführt in einer radiologischen Praxis
  • Langzeit-EKG, wenn zusätzlich Rhythmusstörungen infrage kommen

Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt davon ab, wie wahrscheinlich eine KHK bei Ihnen ist. Nach den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie stehen bildgebende Verfahren wie Stressechokardiographie und Herz-CT im Vordergrund. Das Belastungs-EKG allein ist weniger aussagekräftig.

Behandlung der koronaren Herzerkrankung in München

Die Behandlung richte ich nach den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie aus. Sie hat drei Bausteine.

Herzinfarkt vorbeugen

Grundlage sind meist ein Plättchenhemmer wie ASS, der Gerinnsel verhindert, und ein Cholesterinsenker. Bei gesicherter KHK empfehlen die Leitlinien, das LDL-Cholesterin unter 55 mg/dl zu senken. Dafür reicht ein Statin allein oft nicht, dann kombinieren wir es mit weiteren Wirkstoffen. Bei Beschwerden kommen Medikamente hinzu, die das Herz entlasten und die Durchblutung verbessern.

Engstellen behandeln: Stent oder Bypass

Ist ein Gefäß hochgradig verengt oder bessern Medikamente die Beschwerden nicht ausreichend, kann eine Herzkatheteruntersuchung sinnvoll sein. Dabei lässt sich eine Engstelle oft direkt mit einem Stent aufdehnen. Bei mehreren oder schwierigen Engstellen kann eine Bypass-Operation die bessere Wahl sein. Herzkatheter und Operation erfolgen in spezialisierten Kliniken. Ich bereite Sie darauf vor, bespreche die Befunde mit Ihnen und betreue Sie danach weiter.

Risikofaktoren behandeln

Nicht rauchen, gut eingestellter Blutdruck und Blutzucker, regelmäßige Bewegung und eine herzgesunde Ernährung bremsen das Fortschreiten der Erkrankung. Der Rauchstopp zählt dabei zu den wirksamsten Maßnahmen überhaupt.

Nach dem Stent: Nachsorge und Kontrollen

Ein Stent beseitigt eine Engstelle, die Erkrankung der Gefäße bleibt. Nach dem Eingriff nehmen Sie für eine festgelegte Zeit zwei Plättchenhemmer. Wie lange, hängt vom Grund des Eingriffs und von Ihrem Blutungsrisiko ab. Setzen Sie diese Medikamente nie eigenständig ab. In der Nachsorge prüfe ich Beschwerden, Belastbarkeit, Pumpfunktion und Laborwerte und passe die Behandlung an. Eine Herzsportgruppe hilft Ihnen, wieder sicher aktiv zu werden.

Zweitmeinung vor einem Eingriff

Ihnen wurde ein Herzkatheter, ein Stent oder eine Bypass-Operation empfohlen, und Sie sind unsicher? Ich sehe mir Ihre Befunde an und bespreche mit Ihnen, ob der Eingriff nötig ist und welche Alternativen es gibt. Mehr dazu auf meiner Seite Zweitmeinung.

Warum die Erfahrung bei der KHK zählt

Ich komme aus 17 Jahren Kardiologie in der Klinik, zuletzt als Oberärztin an der München Klinik Schwabing. Dort habe ich Patientinnen und Patienten mit koronarer Herzerkrankung von der ersten Abklärung bis zur Versorgung nach dem Herzinfarkt begleitet. Als Notfallmedizinerin kenne ich den akuten Herzinfarkt aus der Notaufnahme. In meiner Sprechstunde geht es darum, dass es gar nicht erst so weit kommt.

Verwandte Themen: Echokardiographie, Lipoprotein(a), Prävention und Frauenherz. Plötzliche Schweißausbrüche mit Übelkeit können ebenfalls vom Herzen kommen. Einen Überblick über weitere Beschwerden finden Sie unter Symptome & Anzeichen.

Meine Schwerpunkte

  • Kardiovaskuläre Prävention – individuelle Risikoerkennung anhand von Laborwerten, Bildgebung und Risikoberechnung nach SCORE2, bevor überhaupt Beschwerden entstehen.
  • Executive Health Check-ups – eine umfassende kardiovaskuläre Standortbestimmung für stark beanspruchte Berufstätige.
  • Herzgesundheit der Frau – insbesondere in und nach den Wechseljahren, wenn sich das kardiovaskuläre Risiko spürbar verändert.
  • Herzrhythmusstörungen – von gelegentlichem Herzstolpern bis zur Schrittmacher-, ICD- und CRT-Kontrolle, DGK-zertifiziert.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Ist eine koronare Herzerkrankung heilbar?

Die Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen lassen sich nicht vollständig rückgängig machen. Mit Medikamenten und einem herzgesunden Lebensstil lässt sich das Fortschreiten aber bremsen und das Risiko für einen Herzinfarkt deutlich senken. Viele Betroffene leben mit einer gut behandelten KHK lange und ohne Beschwerden.

Wie erkenne ich, ob meine Brustschmerzen vom Herzen kommen?

Typisch für das Herz ist Druck oder Enge hinter dem Brustbein, die bei Belastung auftritt und in Ruhe nach wenigen Minuten nachlässt. Schmerzen, die sich beim Drücken auf den Brustkorb, beim Drehen des Oberkörpers oder beim Atmen verändern, kommen häufiger von Muskeln, Rippen oder Wirbelsäule. Sicher unterscheiden lässt sich das nur durch eine Untersuchung. Halten die Beschwerden länger als fünf Minuten an oder treten sie in Ruhe auf, wählen Sie sofort 112.

Reicht ein Belastungs-EKG zur Abklärung?

Oft nicht. Das Belastungs-EKG übersieht manche Durchblutungsstörungen und zeigt manchmal Veränderungen, die keine sind. Nach den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie sind bildgebende Verfahren wie Stressechokardiographie oder Herz-CT verlässlicher. Welche Untersuchung zu Ihnen passt, hängt von Ihren Beschwerden und Risikofaktoren ab.

Was ist ein Kalkscore?

Der Kalkscore misst in einer kurzen Computertomographie ohne Kontrastmittel, wie viel Kalk in den Herzkranzgefäßen liegt. Kalk ist ein Zeichen für Arteriosklerose. Der Wert hilft bei Menschen ohne Beschwerden, das persönliche Risiko genauer einzuschätzen, zum Beispiel bei der Frage, ob ein Cholesterinsenker sinnvoll ist. Bei Beschwerden ersetzt er keine Abklärung.

Wie lange muss ich nach einem Stent Blutverdünner nehmen?

Nach einem Stent nehmen Sie meist für sechs bis zwölf Monate zwei Plättchenhemmer, danach in der Regel einen dauerhaft. Die genaue Dauer hängt vom Grund des Eingriffs und Ihrem Blutungsrisiko ab. Setzen Sie diese Medikamente nie eigenständig ab, sondern sprechen Sie vorher mit Ihrer Kardiologin oder Ihrem Kardiologen.

Darf ich mit einer KHK Sport treiben?

Ja. Regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Teil der Behandlung. Wie stark Sie sich belasten dürfen, lege ich nach einer Untersuchung unter Belastung gemeinsam mit Ihnen fest. Nach einem Herzinfarkt oder Stent hilft eine Herzsportgruppe, wieder sicher aktiv zu werden.

Brauche ich eine Überweisung?

Ich betreue Privatpatient:innen, Selbstzahler:innen und gesetzlich Versicherte. Für Privatversicherte und Selbstzahler ist keine Überweisung nötig. Die Termine für gesetzlich Versicherte sind begrenzt und werden vorrangig über die Terminservicestelle (TSS) vergeben.

Ob Sie Enge in der Brust bei Belastung spüren, Herzinfarkte in der Familie vorkommen oder Sie nach einem Stent eine verlässliche Nachsorge suchen: Ich nehme mir Zeit für eine gründliche Abklärung.

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Kardiologie Bogenhausen Empfang

Sprechzeiten

Mo:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Di:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Mi:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Do:08:30–13:00 Uhr und 14:30–18:00 Uhr
Fr:08:30–13:00 Uhr

Hinweis Terminpraxis: Untersuchungs- und Arzttermine erhalten Sie bei uns nur nach Vereinbarung. Sie können jederzeit einen Termin bei Dr. Theresa Luhmann hier online vereinbaren oder uns per E-Mail erreichen, während der Sprechzeiten auch telefonisch.

Akutsprechstunde

Für Kassenpatienten sind kurzfristige Termine im Rahmen der Hausarztvermittlung (TSS) mit Überweisung möglich.

Notfälle

In nicht lebensbedrohlichen Fällen/ Notfällen erreichen Sie den Ärztlichen Bereitschaftsdienst der KVB unter 116 117. In lebensbedrohlichen Fällen/ Notfälle erreichen den Notruf unter 112.

Ärzte/ Kardiologen

Dr. med. Theresa Luhmann – Kardiologin München

DR. MED. THERESA LUHMANN

Kardiologie | Innere Medizin | Notfallmedizin

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FAQ

– Häufig gestellte Fragen

Die Ablagerungen in den Herzkranzgefäßen lassen sich nicht vollständig rückgängig machen. Mit Medikamenten und einem herzgesunden Lebensstil lässt sich das Fortschreiten aber bremsen und das Risiko für einen Herzinfarkt deutlich senken. Viele Betroffene leben mit einer gut behandelten KHK lange und ohne Beschwerden.

Typisch für das Herz ist Druck oder Enge hinter dem Brustbein, die bei Belastung auftritt und in Ruhe nach wenigen Minuten nachlässt. Schmerzen, die sich beim Drücken auf den Brustkorb, beim Drehen des Oberkörpers oder beim Atmen verändern, kommen häufiger von Muskeln, Rippen oder Wirbelsäule. Sicher unterscheiden lässt sich das nur durch eine Untersuchung. Halten die Beschwerden länger als fünf Minuten an oder treten sie in Ruhe auf, wählen Sie sofort 112.

Oft nicht. Das Belastungs-EKG übersieht manche Durchblutungsstörungen und zeigt manchmal Veränderungen, die keine sind. Nach den aktuellen Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie sind bildgebende Verfahren wie Stressechokardiographie oder Herz-CT verlässlicher. Welche Untersuchung zu Ihnen passt, hängt von Ihren Beschwerden und Risikofaktoren ab.

Der Kalkscore misst in einer kurzen Computertomographie ohne Kontrastmittel, wie viel Kalk in den Herzkranzgefäßen liegt. Kalk ist ein Zeichen für Arteriosklerose. Der Wert hilft bei Menschen ohne Beschwerden, das persönliche Risiko genauer einzuschätzen, zum Beispiel bei der Frage, ob ein Cholesterinsenker sinnvoll ist. Bei Beschwerden ersetzt er keine Abklärung.

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Ja. Regelmäßige Bewegung ist ein wichtiger Teil der Behandlung. Wie stark Sie sich belasten dürfen, lege ich nach einer Untersuchung unter Belastung gemeinsam mit Ihnen fest. Nach einem Herzinfarkt oder Stent hilft eine Herzsportgruppe, wieder sicher aktiv zu werden.

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Hausarztvermittlungsfall/ TSS-Terminfall (Gesetzliche Versicherung)

Wir bekommen immer wieder Anfragen von gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten nach zeitnahen Terminen in der Kardiologie. Der Gesetzgeber hat Anfang 2023 die Terminvermittlung durch Hausärzte neu geregelt. Für gesetzlich versicherte Patientinnen und Patienten kann die Hausärztin/ der Hausarzt nun kurzfristig einen Termin in unserer Praxis vereinbaren.

Sind alle notwendigen Voraussetzungen erfüllt, kann die Hausarztpraxis einen Termin für Sie direkt bei uns vereinbaren. In diesem Fall steht Ihnen ein zeitnaher Termin bei einem Facharzt zu. Damit Sie innerhalb von vier Tagen einen Termin bekommen können, werden von uns gesonderte Termine vorgehalten (Akutsprechstunde).

Die Erfüllung aller notwendigen Voraussetzungen muss von der Hausärztin/ vom Hausarzt überprüft werden. Hier finden Sie weitere Informationen, die Sie gerne an Ihre Hausarztpraxis weitergeben können.